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erfolgreiche Personalbeschaffung

Personalbeschaffung

- Definition und Möglichkeiten

 

Unter Personalbeschaffung versteht man alle Maßnahmen, um den Personalbestand eines Unternehmens an den Personalbedarf anzupassen. Im Wesentlichen geht es daher um die Besetzung von offenen Stellen unter der Berücksichtigung von qualitativen, quantitativen, örtlichen und zeitlichen Aspekten.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Möglichkeiten der Personalbeschaffung es gibt und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen. 

 

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Definition
  2. Was versteht man unter Personalbeschaffung?
  3. Welche Formen der Personalbeschaffung gibt es?
  4. Externe Personalbeschaffung
  5. Interne Personalbeschaffung
  6. Fazit

Welche Möglichkeiten gibt es?

Der Personalbeschaffungsprozess kann auf unterschiedliche Wege erfolgen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen interner und externer Personalbeschaffung. 

Bei der externen Personalbeschaffung wird neues Personal für das Unternehmen gewonnen. Hierfür werden einerseits potenzielle Mitarbeiter aktiv angesprochen (z.B. durch Stellenanzeigen), andererseits aber auch Initiativbewerbungen berücksichtigt.

Im Gegensatz zur externen Personalbeschaffung wird bei der internen Personalbeschaffung nicht außerhalb, sondern innerhalb des eigenen Unternehmens nach Personal gesucht. Wurde ein qualifizierter Mitarbeiter gefunden, wird dieser befördert bzw. versetzt.

Probleme bei der Personalbeschaffung? Wir beraten Sie gerne!

Wozu Personalbeschaffung?

Die Motive für eine Personalbeschaffung können sehr vielseitig sein. Beispielsweise kann sie in der Folge einer Kündigung oder aufgrund der Expansion eines Unternehmens erforderlich werden.

Externe Personalbeschaffung

Die externe Personalsuche kann entweder vom Unternehmen selbst übernommen oder an Dritte ausgelagert werden. Möchte Ihr Unternehmen die Personalbeschaffung selbst in die Hand nehmen, stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Veröffentlichung von Stellenanzeigen auf Ihrer Unternehmens-Webseite
  • Nutzung von Online-Jobportalen (z.B.: stepstone.at oder jetzt-finden.at)
  • Veröffentlichung von Stellenanzeigen in Sozialen Medien (z.B.: Facebook, LinkedIn)
  • Veröffentlichung von Stellenanzeigen in Zeitungen oder Fachzeitschriften
  • Empfehlungen durch Mitarbeiter
  • Teilnahme an Jobmessen

 

 

Neben Empfehlungen durch Mitarbeiter, sind Stellenangebote auf der Unternehmens-Webseite und in Sozialen Medien die kostengünstigste Variante der externen Personalbeschaffung. Um die Reichweite Ihrer Stellenanzeigen zu erhöhen, eignen sich Online-Jobportale oder kostenpflichtige Werbung bei Instagram, Facebook und Co sehr gut. Von der Publikation von Stellenanzeigen in Zeitschriften ist aufgrund der hohen Kosten und der breiten Leserschaft eher abzuraten. Einzig bei der Suche nach einer erfahrenen Führungskraft sind Stelleninserate in einer Fachzeitschrift zu empfehlen.

Sollte Ihr Unternehmen bei der Beschaffung von Personal auf die Unterstützung Dritter zurückgreifen wollen, bieten sich Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Arbeitsvermittlungsservices (Vermittlung von arbeitsuchenden Personen, z.B.: AMS)
  • Personalberatung
  • Personalleasing

Die externe Beschaffung von Personal hat grundsätzlich folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Große Auswahl qualifizierter Bewerber
  • hohe Leistungsbereitschaft, da sich neue Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen beweisen möchten. Die erhöhte Arbeitsplatzunsicherheit verstärkt diesen Effekt.
  • Externe Mitarbeiter bringen frischen Wind in Ihr Unternehmen. Bestehende Denk- und Wertansätze des Unternehmens werden in Frage gestellt. Das führt zu einer Reduktion der sogenannten Betriebsblindheit.
  • Durch die Neubesetzung einer Stelle durch eine externe Person entsteht keine neue Personallücke.
  • Minimierung der Weiterbildungskosten, da der Bewerber die erforderlichen Fortbildungen bereits absolviert hat.

Nachteile

  • Hohe Gehaltsvorstellungen bei externen Mitarbeitern
  • Mögliche negative Auswirkungen auf Mitarbeiterbindung und -motivation durch die Abschwächung des betriebsinternen Arbeitsmarktes
  • Hohe Transaktionskosten
Kaum Bewerber? Wir helfen gerne!

Interne Personalbeschaffung

Wie bereits erwähnt, wird bei der internen Personalbeschaffung innerhalb Ihres eigenen Unternehmens nach Personal gesucht. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen dabei zur Verfügung:

  • Stellenanzeigen im Intranet
  • Aushänge am Schwarzen Brett
  • Persönliche Ansprache qualifizierter Mitarbeiter
  • Firmeninterne Medien

Doch wenn einer Ihrer Mitarbeiter seine Position im Betrieb verändert, entsteht folglich auch eine Lücke, die Sie kompensieren müssen. Dafür bieten sich Ihnen zwei Optionen:

  • Interne Personalbeschaffung ohne Personalbewegung
  • Interne Personalbeschaffung mit Personalbewegung

Bei der Variante ohne Personalbewegung kann das entstandene Personaldefizit kurzfristig durch Überstunden und Urlaubsverschiebungen kompensiert werden. Eine langfristige Lösung wäre die Änderung von Arbeitsverträgen (z.B.: Umstellung von Teilzeit- auf Vollzeitbeschäftigung).

Bei der internen Personalbeschaffung mit Personalbewegung kommt es zu einem Dominoeffekt. Die Beförderung bzw. Versetzung eines einzelnen Mitarbeiters hat weitreichende Auswirkungen auf die Besetzung vieler weiterer Stellen. Im Falle einer Beförderung spricht man von einer vertikalen Versetzung. Die Versetzung eines Mitarbeiters, beispielsweise in eine andere Abteilung, bezeichnet man als horizontale Versetzung. Das Problem bei dieser Methode ist, dass der entstandene Personalbedarf in Wahrheit nur verschoben wird. Am Ende bleibt eine Personallücke, die Sie langfristig gesehen vermutlich nur durch eine externe Personalbeschaffung lösen können.

Die Beschaffung von Personal innerhalb des eigenen Unternehmens hat generell diese Vor- und Nachteile:

Vorteile

  • Verbesserung der Mitarbeiterbindung und -motivation durch die Stärkung des betriebsinternen Arbeitsmarktes
  • Fähigkeiten, Leistungsbereitschaft und Potenzial können sehr gut eingeschätzt werden
  • Sehr kurze Einarbeitungszeit, da der Mitarbeiter das Unternehmen bereits kennt und ein gutes Bild von seinem Aufgabenbereich hat. (Sofern keine Fortbildungsmaßnahmen erforderlich sind)
  • Geringe Transaktionskosten
  • Geringe Gehaltsvorstellungen

 

Nachteile

  • Betriebsblindheit wird gefördert
  • Geringe Auswahl an Kandidaten
  • Verschiebung des Personalbedarfs
  • Drohende Überalterung des Teams. Qualifikationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell
Bernd Ahrens
„Externe Personalbeschaffung wird meistens mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Es geht allerdings auch anders!“
Bernd Ahrens
CEO Bildungsmanufaktur® Österreich

Tipps

 

Intern oder extern Personal beschaffen?

Bevor Sie Ihre nächste Personalbeschaffung angehen, sollten Sie sich umfangreiche Gedanken darüber machen, ob Sie die zu besetzende Stelle intern oder extern vergeben möchten. Wägen Sie dafür die jeweiligen Vor- und Nachteile genau ab. Eine unternehmensinterne Personalbeschaffung empfiehlt sich vor allem dann, wenn die zu vergebene Stelle viel Erfahrung und Unternehmenskenntnis erfordert. Eine externe Person könnte wiederum frischen Wind in Ihr Unternehmen bringen. Aus diesem Grund empfehlen wir auf beide Möglichkeiten der Personalbeschaffung zu setzen. Auf diesem Weg stärken Sie die Motivation bestehender Mitarbeiter und umgehen die Gefahren der Betriebsblindheit.

Wenn Sie sich nicht festlegen möchten, können Sie Ihre Stellen sowohl intern als auch extern ausschreiben

 

 

 

E-Recruiting und Personalbeschaffung

Eine der wichtigsten Fragen in der Personalbeschaffung ist jene, wie Sie potenzielle Interessenten auf Ihr Stellenangebot aufmerksam machen möchten. Vor allem im Bereich der externen Personalbeschaffung stehen Ihnen eine Reihe verschiedener Optionen zur Auswahl, um mögliche Kandidaten zu erreichen.

Unserer Erfahrung nach empfiehlt sich am meisten sogenanntes E-Recruiting, sprich die Publikation von Stellenanzeigen auf der eigenen Firmenwebseite / dem eigenen Karriereportal und in Online-Jobportalen. Online Stellenanzeigen sind sehr preiswert und bieten zudem eine überaus hohe Reichweite. Haben Sie schon von Google for Jobs gehört? Mit Googles‘ neuer Suchfunktionserweiterung für Stellenangebote können Sie mit nur wenig Aufwand die Reichweite Ihrer Stellenangebote im Internet maximieren. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag über Google for Jobs. Wenn Sie Ihren Bewerbern die Möglichkeit geben, sich direkt auf der Internetplattform zu bewerben, reduzieren Sie dadurch ihren Verwaltungsaufwand erheblich, da Ihnen alle Unterlagen mit nur einem Klick zur Verfügung stehen. Außerdem verbessern Sie dadurch auch die sogenannte Candidate Experience. Darunter versteht man die Erfahrung, die ein Bewerber während des Einstellungsverfahrens macht. Je besser diese Wahrnehmung, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Absprungs.

Im Internet finden sich viele verschiedene Anbieter für HR-Software mit unterschiedlichen Funktionen und Preisen. Wir empfehlen das Tool von Jetzt-Finden. Es bietet alle oben beschriebenen Funktionen und ist bereits ab 69€/Monat zu haben. Damit klappt die nächste Personalbeschaffung garantiert wesentlich leichter!

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