Erfolgreiche Lehrlingsausbildung: Wie externe Bildungspartner Unternehmen unterstützen

Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Betriebe in ihren Lehrlingen vor allem günstige Arbeitskräfte für "niedere Dienste" sahen. Fachkräfte selber auszubilden wird in den Unternehmen zunehmend als strategische Investition verstanden. Warum ist das so?

Einleitung: Wozu Lehrlingsausbildung?

Rasante technologische Entwicklungen schaffen ein Geschäftsumfeld, in dem Unternehmen wohl mehr denn je auf ein hoch qualifiziertes und vor allem hoch innovatives Team angewiesen sind. Solche Mitarbeitende stellen einen entscheidenden Wertschöpfungsfaktor dar. Um diese in einem umkämpften Arbeitsmarkt zu bekommen, setzen Unternehmen verstärkt auf gutes Employer Branding, das die Sichtbarkeit als attraktiver Dienstgeber erhöht. Gegenüber der Bedarfsdeckung direkt aus dem Arbeitsmarkt bietet jedoch eine eigene betriebliche (Lehrlings-) Ausbildung den großen Vorteil, dass Unternehmen und Führungskräfte früh in den Qualifizierungsprozess eingreifen und dabei gewünschte Akzente setzen können. Außerdem werden so Arbeitskräfte gewonnen, noch bevor sie zu teuren weil nachgefragten Fachleuten geworden sind.
Allerdings stellt die moderne, digitalisierte, globale Arbeitswelt und der atemberaubende technologische Wandel Ausbildungsbetriebe vor eine Reihe von Herausforderungen. Welche das sind und wie externe Bildungspartner dabei helfen können, erfahren Sie in diesem Beitrag!

I. Die Herausforderungen für den modernen Lehrbetrieb

Ausbildungsbetriebe haben wie jedes Wirtschaftunternehmen vorrangig das Ziel,  in ihrem Geschäftsumfeld erfolgreich und profitabel zu sein. Dazu benötigen sie eine startegische Ausrichtung, die auch ihr Ausbildungskonzept bestimmt. Zu den häufigst genannten Herausforderungen zählen:

1. Der technologische Wandel

Die Digitalisierung löste bereits vor einigen Jahren eine bis dato beispiellose technologische Revolution aus, deren umwälzender Charakter den heute allseits bekannten Begriff "Industrie 4.0"prägte: Sie betraf alle technischen Disziplinen und hat längst sämtliche Branchen der Wirtschaft erfasst. In letzter Zeit hat der zunehmende Einsatz von KI dieser Transformation eine wahrhaft atemberaubende Dynamik verliehen, und es ist kaum absehbar, wo die Entwicklung hinführen wird. Das Risiko, von ihr abgehängt zu werden, ist allgegenwärtig. Für die betriebliche Ausbildung schafft das erhebliche Herausforderungen:

1.1. Neue Technologien erfordern neue Fähigkeiten:

Der technologische Fortschritt hat völlig neue Berufe und Tätigkeitsfelder hervorgebracht, die neue spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten erfordern:

  • Neue Fertigungsverfahren verlangen beispielsweise nach Robotic-Spezialisten, Nachhaltigkeits- und Umweltschutzanforderungen schaffen völlig neue Berufsfelder.
  • Im Bereich Digitalisierung bekommt es jede*r Erwerbstätige mit neuen Technologien zur Datenerfassung und-verarbeitung (immer häufiger KI-unterstützt), digitaler Kommunikation und Cloud Computing zu tun. Remote Working verstärkt diesen Trend zusätzlich.
  • Zur Bereitstellung geeigneter Programme und digitaler Tools sowie zur Pflege und Sicherung der Netzwerke, Datenbanken und Server werden IT-und Informatik- Spezialisten benötigt.

Die Lehrlingsausbildung steht entsprechend unter einem permanenten und stetig wachsenden Erneuerungsdruck.

1.2. Technologischer Wandel ist schnelllebig:

Die Geschwindigkeit, mit der neue Technologien entwickelt und eingeführt werden, kann schwindelerregend sein. Ausbildungsbetriebe müssen nicht nur Schritt halten, sondern auch vorausschauend planen, um sicherzustellen, dass ihre Ausbildungsprogramme weiterhin relevant und effektiv sind.

1.3. Digitalisierung der Ausbildung:

Auch die Art und Weise, wie Ausbildung vermittelt wird, hat die Technologie tiefgreifend verändert. Der Forderung nach mehr Personalisierung, Partizipation und projekbezogenes Lernen muss nachgekommen werden. Dazu eignen sich neue, digitalisierte Lernformate wie Online-Workshops, virtuelle Klassenzimmer oder interaktive Lernplattformen besonders gut. Dies erfordert nicht nur technische Kenntnisse seitens der Lehrlinge, sondern auch eine Anpassung der Ausbildungsmethoden seitens der Ausbilder.

1.4. Umgang mit technologischer Ungleichheit:

Nicht alle Lehrlinge haben den gleichen Zugang zu Technologien oder den gleichen Kenntnisstand darüber. Dies kann zu Ungleichheiten in der Ausbildung führen, die Unternehmen adressieren müssen, um allen Lehrlingen gleiche Chancen zu bieten.

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2. Der Fachkräftemangel

Die Personalbedarfsdeckung hat sich in jüngerer Zeit praktisch quer über die Branchen zu einem echten Problem entwickelt, welches die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit signifikant beeinträchtigt. Es kommt vielfach zu Verzögerungen in der Produktion oder Dienstleistung. In der Folge leidet der Umsatz, die Kundenzufriedenheit und das Unternehmensimage. Diese Krise wird durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht und wirkt sich auch auf die Lehrlingsausbildung aus:

2.1. Veränderte Anforderungen:

Wie bereits erwähnt steigt mit dem raschen technologischen Wandel auch die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften in neuen und aufstrebenden Bereichen wie der künstlichen Intelligenz, Cybersicherheit, erneuerbaren Energien usw. Die Anforderungen an die Fähigkeiten der Mitarbeiter ändern sich ständig, und der Arbeitsmarkt kann mit diesen rapiden Umwälzungen kaum Schritt halten.

2.2. Demografischer Wandel:

In einer alternden Gesellschaft stehen viele Industrien vor dem Problem, dass ihre erfahrensten Mitarbeiter in den Ruhestand gehen und es einen Mangel an Nachwuchskräften gibt, die diese Lücke füllen können. Dies führt neben dem Fachkräftemangel zu einem Verlust an Erfahrung und Fachwissen, der nur schwer zu ersetzen ist. Auch die Lehre ist davon betroffen, kann gleichzeitig aber auch ein Teil der Lösung sein.

2.3. Attraktivität der Ausbildung:

Die Lehre hat ein Imageproblem. Viele Ausbildungsbetriebe haben Schwierigkeiten, junge Menschen für eine Berufsausbildung zu gewinnen. Die akademische Laufbahn genießt ein höheres Ansehen und bietet vermeintlich bessere Karriere- und Einkommensperspektiven.

Dem Fachkräftemangel versuchen Unternehmen mit einer Reihe von Maßnahmen entgegenzuwirken.

  • Auf der einen Seite stehen angebotsseitige Maßnahmen, die auf Wettbewerbsvorteile am Arbeitsmarkt abzielen. Dazu gehören zum Beispiel:
    • Mitarbeiter-Benefits
    • höhere Bezahlung
    • flexible Arbeitsmodelle oder Homeoffice.
  • Auf der anderen Seite setzen manche Betriebe auf Personalstrategien, die ihre Abhängigkeit vom externen Arbeitsmarkt langfristig verringern sollen. Das geschieht durch:
    • Lehrlingsausbildung und andere Formen der betriebsinternen Aus- und Weiterbildung
    • Mitarbeiterbindung

Exkurs: Lehre und Mitarbeiterbindung

In einem durch Fachkräftemangel stark umkämpften Arbeitsmarkt und angesichts hoher Rekrutierungs- und Schulungskosten ist Mitarbeiterbindung wichtiger denn je. Das gilt auch und ganz besonders in Bezug auf die eigenen Lehrlinge. Lehrlingsausbildung ist eine Investition in die Zukunft, die ihre Rendite nur dann generiert, wenn die angehenden Fachkräfte über die Lehrzeit hinaus dem Unternehmen treu bleiben.

Das Diagramm zeigt die durchschnittlichen Netto-Lehrlingskosten (gelbe Balken) pro Kopf und Lehrjahr aus der Sicht der Ausbildungsbetriebe (allerdings ohne Berücksichtigung der Basisförderung, welche einen Teil dieser Kosten auffängt).

Wird ein Lehrling nach seiner Ausbildung vom Betrieb übernommen, ändert sich das Bild: Der Nettoaufwand kann dann mit den Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten für die sonst erforderliche Bedarfsdeckung aus dem externen Arbeitsmarkt gegenverrechnet werden. Unter dieser Voraussetzung lohnt sich die betriebliche Ausbildung mittelfristig, erst recht angesichts der erwarteten Verschärfung des Fachkräftemangels.

Jedoch sind 2 Jahre nach dem Lehrabschluss gerade mal 37% der ehemaligen Lehrlinge  immer noch ihrem Lehrbetrieb treu (BM Arbeit und Wirtschaft, Bericht "Jugend und Arbeit in Österreich", 2020/2021).

Deswegen ist Mitarbeiterbindung heute gerade in Bezug auf die eigenen Lehrlinge von zentraler Bedeutung. Das beginnt bereits mit dem Onboarding und erstreckt sich über die gesamte Lehrzeit und darüber hinaus.

Dazu bieten sich wirkungsvolle Maßnahmen an. Dazu gehören unter anderem:

  •  Implementierung eines starken Empoyer Brandings
  • Entwicklung attraktiver Aus- und Weiterbildungsprogramme
  • gute Karriereperspektiven nach abgeschlossener Lehre bieten
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3. Die Erwartungen der Gen Z:

Die neue Generation von Arbeitnehmer*innen hat andere Erwartungen an ihre Arbeitgeber als Vorläufergenerationen. Themen wie Nachhaltigkeit, Work-Life-Balance, eine sinnstiftende Tätigkeit und ein positives Arbeitsumfeld werden immer wichtiger. Auszubildende wollen sich willkommen und wertgeschätzt fühlen, und sie erwarten eine hochwertige, zukunftssichere Ausbildung, die ihre Stärken fördert und ihnen auch Spaß macht. Unternehmen müssen diese Erwartungen abbilden, um attraktiv für junge Talente zu bleiben. Das betrifft natürlich den Arbeitsplatz an sich, aber auch das Employer Branding und das qualitative und inhaltliche Ausbildungsangebot der Lehrbetriebe.

4. Die Globalisierung

Mit der Internationalisierung der Märkte und Lieferketten ist Interkulturalität zu einer Schlüsselkompetenz aufgerückt. Dementsprechend ist es kritisch, in der Ausbildung einen internationalen Fokus zu setzen.

Die Globalisierung ist ein komplexes Phänomen und birgt sowohl Risiken als auch großartige Möglichkeiten. Dem erhöhten Wettbewerbsdruck stehen neue Marktchancen sowie Zugang zu neuen Talentpools gegenüber:

4.1. Erhöhter Wettbewerbsdruck:

Unternehmen konkurrieren nicht nur mit lokalen oder nationalen, sondern auch mit internationalen Mitbewerbern. Rationalisierungsdruck und Qualitätserfordernisse stehen in einem Sannungsverhältnis.

4.2. Internationale Zusammenarbeit:

Viele Unternehmen sind heute Teil globaler Liefer- und Wertschöpfungsketten. Sie kooperieren mit Partnern verschiedener Länder in multikulturellen Teams. Das erfordert Mitarbeiter mit interkulturellen Kompetenzen und einer ausgeprägten Teamfähigkeit.

4.3. Neue Marktchancen:

Der weltweite Zugang zu den Märkten birgt enorme Absatzchancen. Um diese zu nutzen, müssen Unternehmen in der Lage sein, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermarkten, die den Bedürfnissen und Ansprüchen von Kunden in verschiedenen Kulturkreisen entsprechen.

4.4. Zugang zu neuen Talentpools:

Die Globalisierung eröffnet auch Zugang zu internationalen Talentpools. Um internationale Talente anzuziehen und zu halten, muss der Gesetzgeber regulatorische und bürokratische Zugangshürden abbauen; Unternehmen Ihrerseits müssen sich ausländischen Fachkräften durch entsprechend attraktive Arbeitsbedingungen empfehlen.

International ausgerichtete Lehrbetriebe sind unter dem Globalisierungsdruck zu einer klugen Anpassung der Ausbildungsschwerpunkte gezwungen. Die künftigen Mitarbeiter müssen auf ein Arbeitsumfeld mit fachlich wie auch sprachlich hohem Niveau vorbereitet werden und sollen über interkulturelle Kompetenz, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktlösungsfähigkeit verfügen. Konkret bedeutet das:

  • Möglichkeiten für den Erwerb von Fremdsprachen schaffen;
  • Förderung persönlicher und sozialer Kompetenz, interkulturelle Trainings;
  • Einführung in globale Märkte und in die Besonderheiten einzelner Länder;
  • Teilnahme an Austauschprogrammen, Unterstützung internationaler Praktika.

5. Die Aufwertung der "Soft Skills" 

Neben der Vermittlung von Fachwissen wird es immer wichtiger, auch die - besonders in der modernen Arbeitswelt - unerlässlichen persönlich-sozialen Kompetenzen zu fördern. Ein paar Beispele:

  • Projektmanager müssen über ausgezeichnete Kommunikations- und Teamfähigkeiten verfügen, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder ihre Aufgaben verstehen und effektiv zusammenarbeiten;
  • Kundendienstmitarbeiter benötigen serviceorientiertes Denken, Einfühlungsvermögen und Problemlösungsfähigkeiten, um Kundenanfragen effektiv zu bearbeiten;
  • Ein CEO muss in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen, Vertrauen zu schaffen und andere zu inspirieren.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass solche Soft Skills von Recruitern inzwischen mindestens gleich hoch bewertet werden wie die rein fachlichen Aspekte, welche ja ohnehin einem steten Wandel unterliegen. (siehe Castrillon, Why Soft Skills are More In Demand Than Ever, Forbes, 2022; Weitzel et al., Recruiting Trends 2015, Universität Bamberg).

Dieser Trend hat verschiedene Gründe:

5.1. Technologischer Wandel und Automatisierung:

Der technologische Fortschritt hat die Automatisierung von Prozessen vorangetrieben: viele routinemäßige und manuelle Aufgaben sind entweder bereits oder werden in absehbarer Zeit wegfallen. In gleichem Ausmaß wachsen die Anforderungen an die Innovationskraft der Mitarbeiter. Neue technische Lösungen treten an die Stelle der alten und werden ihrerseits in absehbarer Zeit obsolet sein. In einer Arbeitswelt, deren einzige Konstante die stetige Veränderung zu sein scheint, müssen Mitarbeiter in der Lage sein, Veränderung zu begrüßen, für komplexe Probleme neue Lösungswege zu finden, kreativ zu denken und effektiv mit anderen zusammenzuarbeiten - Fähigkeiten, die nicht automatisiert werden können.

5.2. Interkulturalität und Diversität:

Persönlich-soziale Fähigkeiten spielen gerade in der Zusammenarbeit mit Menschen verschiedener Nationen und Hintergründe eine entscheidende Rolle. Die bereits genannte interkulturelle Kompetenz sei hier als wichtiger Teilaspekt nochmal erwähnt.

5.3. Zusammenarbeit und  Teamwork:

Die meisten modernen Arbeitsplätze beinhalten eine enge interdisziplinäre Kooperation in Teams und zwischen Abteilungen. Soziale Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Verhandlungsgeschick stehen hier im Vordergrund.

5.4. Gestiegene Erwartungen von Kunden und Partnern:

In einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt erwarten Kunden und Partner eine schnelle, effektive und empathische Kommunikation auf Augenhöhe. Gute Kundenbetreuung und Geschäftsbeziehungen basieren auf Soft Skills wie Offenheit, Einfühlungsvermögen und Problemlösungskompetenz.

5.5. Flache Hierarchien:

Gestiegene Effizienzanforderungen haben Unternehmen zu strukturellen Anpassungen und einer Verflachung der Entscheidungsprozesse veranlasst. Das top-down-Prinzip einer Befehlskette hat der Eigenverantwortung und einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe über die Berichtsebenen hinweg Platz gemacht. Das erfordert ein hohes Maß an Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, projektorientiertes Denken und Eigenmotivation, um nur ein paar wichtige Skills zu nennen.

6. Die verschiedenen Lernstile

Jeder Mensch lernt anders. Individuelle Lernstile spielen eine entscheidende Rolle in der Lehrlingsausbildung.  Moderne Ausbildungsbetriebe stehen vor der Herausforderung, individuelle Lernstile zu berücksichtigen und ein inklusives Lernumfeld zu schaffen - denn nur so werden die Lehrlinge das meiste aus ihrer Ausbildung herausholen. Dazu muss die Vermittlung von Lerninhalten didaktisch-methodisch flexibilisiert und personalisiert werden. Hier sind einige Beispiele dafür, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann:

6.1. Visueller Lernstil:

Visuelle Lerner bevorzugen Informationen in Form von Bildern, Diagrammen und Grafiken. Für einen Lernerfolg benötigen sie Zugang zu Lernmaterialien wie Infografiken, Video-Tutorials oder anschauliche Präsentationen. Ein Beispiel für die Umsetzung könnte eine Ausbildungseinheit sein, in der ein komplexer Prozess durch eine Schritt-für-Schritt-Visualisierung erklärt wird.

6.2. Auditiver Lernstil:

Auditive Lerner verarbeiten Informationen am besten durch Hören. Für diese Lehrlinge könnten Audiobooks, Podcasts oder Vorträge besonders hilfreich sein. Zum Beispiel kann ein Meister oder Trainer seinen Lehrlingen eine Aufgabe erklären und sie dann bitten, die Anweisungen mit eigenen Worten zu wiederholen.

6.3. Kinästhetischer Lernstil:

Kinästhetische Lerner erzielen die besten Lernergebnisse durch körperliche Aktivität und praktisches Tun. Sie profitieren beispielsweise von Workshops, praktischen Übungen, spielerischen Elementen und direkter Anwendung des Gelernten. Ein Beispiel könnte ein "hands-on" Workshop sein, in dem die Lehrlinge ein reales Projekt von Anfang bis Ende durchführen.

6.4. Leser-Schreiber-Lernstil:

Diese Art von Lernenden verarbeitet Informationen am besten durch Lesen und Schreiben. Sie verwenden gerne begleitende Texte, machen sich eigene Notizen, schreiben Zusammenfassungen. Der Trainer kann einen solchen Lehrling bitten, einen kurzen Bericht über eine bestimmte Aufgabe zu verfassen, die er oder sie durchgeführt hat.

Tatsächlich verwenden die meisten Menschen eine Kombination aus verschiedenen Lernstilen. Der Einsatz einer Vielfalt an Unterrichtsmethoden gewährleistet den bestmöglichen Lernerfolg für alle Lernenden und entspricht dem ganzheitlichen Ansatz.

7. Remote Learning

Die Covid-19-Pandemie hat in der Arbeitswelt und in der Lernwelt eine Entwicklung hin zur räumlichen Entflechtung und Flexibilisierung angestoßen. Daher ist es heute zunehmend wichtig, flexible Lernmöglichkeiten wie E-Learning oder Blended Learning anzubieten.

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II. Die Rolle externer Bildungsanbieter

und wie Ausbildungsbetriebe von einer Partnerschaft profitieren

Wenn es Ihnen gelingt, dem ganzen Potenzial Ihrer Lehrlinge zur Entfaltung zu verhelfen, steigern Sie deren Wert für Ihr Unternehmen. Externe Partner können Sie dabei über alle Phasen der Lehrlingsausbildung entscheidend unterstützen. Sie leisten mit ihrer inhaltlichen und methodischen Expertise einen wertvollen Beitrag...

  • ...zu einer erfolgreichen Eingliederung
  • ...zu einer umfassenden fachlichen und überbetrieblichen Qualifizierung
  • ...zur Persönlichkeitsbildung

...der Fachkräfte von morgen und können dabei hochadaptiv auf veränderte Anforderungen reagieren und Ausbildungsschwerpunkte laufend zukunftssicher aktualisieren.

Eine Reihe von Maßnahmen haben sich dabei als zielführend erwiesen.

1. Ganzheitlicher Ansatz

Gut aufgestellte Bildungspartner denken beide Aspekte der fachlichen und persönlichen Entwicklung (Stichwort Soft Skills) immer gemeinsam und entwickeln Konzepte, die den ganzen Menschen mit seinem vollen, ureigenen Potenzial ins Zentrum rücken. Fachkenntnisse werden bewusst so erarbeitet, dass dabei auch die persönlichen und sozialen Kompetenzen entdeckt und gestärkt werden können. Dabei sollten nach Möglichkeit alle Sinne angesprochen werden.

2. Recruiting

  • Um als Arbeitgeber für die bestgeeigneten Interessenten sichtbar und attraktiv zu sein, erhalten Sie Unterstützung bei der Implementierung Ihrer Employer Brand.
  • Ein cleveres und erprobtes Recruiting-Tool wie Connectoor gestaltet Ihre Bewerbungsprozesse lückenlos, übersichtlich, intuitiv, zeitsparend und unter strenger Berücksichtigung aller Datenschutzauflagen. Das ermöglicht schnelle Prozesse, um nachhaltige und zufriedenstellende Personalentscheidungen zu treffen.

3. Pre- & Onboarding

Eine gelungene Eingliederung Ihrer neuen Lehrlinge wirft für Ihren Betrieb nicht nur unmittelbaren Nutzen ab, sondern kann sich auch enorm auf den weiteren Verlauf der Ausbildung auswirken. Diesen Prozess können externe Partner mit Hilfe von cleveren selbstentwickelten Tools erfolgreich gestalten (siehe Nachtrag).

4. Learning

Als Ausbildungsbetrieb haben Sie größtes Interesse an erstklassigen Lernangeboten für Ihre Schützlinge, denn...

  • ...nur eine solide, zukunftsorientierte Qualifizierung wertet sie zu kompetenten Fachkräften und gereiften Persönlichkeiten auf, die ihrerseits Wertschöpfung generieren.
  • ...ein ansprechendes Bildungspaket erhöht Ihre Attraktivität als Ausbilder und Arbeitgeber und bindet Ihre Lehrlinge enger an Ihr Unternehmen.
4.1. Inhaltliche Schwerpunkte

Die effektive Vermittlung relevanter und aktueller Inhalte mit greifbaren Ergebnissen bildet den Kern der Tätigkeit externer Bildungseinrichtungen:

4.1.1. Pflichtfächer:

  • In Pflichtfächern wie Berufsbildendes Englisch, Deutsch und (Fach-) Mathematik können Zieltrainings branchenspezifisch und bedarfsgerecht durchgeführt werden.
  • Nachhilfe bei Lernschwierigkeiten: Bedarfserhebung und individualisiertes Coachinng.

4.1.2. Berufsbezogene Themen:

Laufende Einbindung branchenrelevanter Neuentwicklungen in die Qualifizierungsmaßnahmen. Hierzu können Bildungsanbieter auf verschiedene Ressourcen zurückgreifen:

  • Eigene Trainer*innen und Coaches

Brancheninsider können als hauseigene spezialisierte Trainer*innen dank Erfahrung und verbürgter Expertise fachspezifische Themen lehrlingsgerecht aufbereiten.

  • Partnerschaften mit Tech-Unternehmen:

Einige große Technologieunternehmen wie Cisco, IBM oder Siemens haben Bildungsinitiativen oder Akademien ins Leben gerufen, um ihre Technologien zugänglich zu machen, und arbeiten eng mit Bildungseinrichtungen zusammen. Mit Hilfe solcher Kooperationen können externe Bildungspartner  Ihren Lehrlingen cuting-edge - Technologien vermitteln und die tatsächlichen Bedürfnisse der Industrie befriedigen. Gleichzeitig ergeben sich für Auszubildende wertvolle Kontakte und einmalige praktische Erfahrungen.

4.1.3. Fachübergreifende Topics:

Mit innovativen Workshops können Bildungsinstitute viele wichtige Zukunftsthemen interessant und lustvoll päsentieren, darunter etwa:

  • Nachhaltigkeit & Ressourcenmanagement
  • Kommunikation
  • Persönlichkeitsbildung & Soft Skills, interkulturelle Kompetenz & Diversity

Die Beherrschung grundlegender digitaler Kompetenzen ist heute schlichtweg unverzichtbar. Externe Bildungspartner entwickeln ständig neue Workshops, um immer die neuesten und zukunftsweisendsten Entwicklungen in diesem Bereich einzupflegen. Aktuelle Besipiele wären etwa:

  • KI & ChatGPT
  • Cloud Computing
  • Social Media
  • Datenschutz
4.2. Methodische und formale Aspekte:

4.2.1. Praxisorientiertes Lernen:

Theorie ist wichtig, aber um eine Technologie wirklich zu beherrschen, ist praktische Erfahrung unerlässlich. Erfahrene Bildungsanbieter verfügen über umfangreiches Material und können in ihr Programm genügend Projekte und Übungsmöglichkeiten einbinden.

4.2.2. Bereitstellung unterschiedlicher Lernformate:

In Abstimmung mit den Teilnehmer*innen können themenabhängig unterschiedliche Formate individaulisierten oder gemeinsamen Lernens zum Einsatz kommen, die sich außerdem perfekt an die zeitlichen und räumlichen Vorgaben des Lehrbetriebs anpassen.

Mittels physischer Präsenz, Onlinepräsenz, virtuellem Klassenzimmer, digitalen Lernplattformen oder Blended Learning können Auszubildende ihren Bedürfnissen entsprechend flexibel und in ihrem eigenen Tempo lernen. Interaktive und ansprechende Lernmethoden kommen dabei zum Einsatz, wie zum Beispiel Gamification.

 Zusammenfassung  

Der rasante technologische Wandel, der Fachkräftemangel die Globalisierung und gesellschaftliche Veränderungen prägen die heutige Arbeitswelt nachhaltig und erfordern eine dynamische und anpassungsfähige Lehrlingsausbildung. Für Unternehmen ist es strategisch wichtig, in die Aus- und Weiterbildung ihrer Lehrlinge zu investieren. Neben der berufsbezogenen, fachlich-technischen Qualifikation muss auch die Vermittlung wichtiger fachübergreifender Skills priorisiert werden. Darüber hinaus wird die Entwicklung persönlicher und sozialer Schlüsselkompetenzen, sogenannter Soft Skills, für den Ausbildungserfolg immer bestimmender und muss durch gezielte Maßnahmen gefördert werden.

Externe Bildungspartner wie die Bildungsmanufaktur Österreich können Ausbildungsbetriebe dabei unterstützen, diese Anforderungen zu erfüllen und den Wert ihrer Lehrlinge zu maximieren. Durch maßgeschneiderte Ausbildungsprogramme und eine enge Zusammenarbeit mit den Ausbildern stellen wir sicher, dass die Lehrlinge ihr volles Potenzial entfalten und all jene Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, die sie benötigen, um schon bald ihren Beruf erfolgreich auszuüben und Ihrem Unternehmen Erträge einzubringen.

Eine Partnerschaft von Unternehmen mit erfahrenen Bildungseinrichtungen bietet den angehenden Fachkräften die besten Karrierechancen und trägt zu einer engeren Bindung an den Lehrbetrieb bei. Eine Investition in die Ausbildung der Lehrlinge ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens und letztlich auch in die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.

Steigern Sie Ihre Attraktivität und sagen Sie dem Fachkräftemangel den Kampf an. Kontaktieren Sie die Bildungsmanufaktur Österreich noch heute und erfahren Sie, wie Sie und Ihre Lehrlinge all diese Leistungen auf Ihren konkreten Bedarf exakt zugeschnitten und weitgehend kostenfrei von der Bildungsmanufaktur Österreich erhalten können.

Arbeiten wir gemeinsam daran, Ihre Lehrlingsausbildung auf das nächste Level zu bringen, so dass Potenzialentfaltung unvermeidbar ist. Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Ihnen als verlässlicher und kompetenter Partner zur Seite zu stehen.

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   Nachtrag   

Best-Practice-Beispiel:
Die Pre- & Onboarding – App
der Bildungsmanufaktur Österreich

Die Pre- & Onboarding – App der Bildungsmanufaktur Österreich ist ein überaus gelungenes Beispiel für unseren ganzheitlichen Ansatz in eienem einzigartigen hands-on-Projekt:

Ein guter Start ist für Ihre neuen Lehrlinge und Mitarbeiter:innen natürlich enorm wichtig, aber auch für Ihr Unternehmen ist die erfolgreiche und reibungslose Eingliederung der neuen Mitarbeitenden in laufende Arbeitsprozesse von großer Bedeutung. Ihre Schützlinge sollen Berührungsängste abbauen, sich schnell im Betrieb zurechfinden und sich willkommen und geschätzt fühlen.

Unsere Pre- & Onboarding - App ist kein fertiges Tool, das wir den Azubis nur erklären brauchen, sondern wir sie mit ihnen gemeinsam direkt im Betrieb und speziell für Ihren Betrieb. Einmal fertiggestellt, ist die App in der Hand Ihrer Lehrlinge ein mächtiges interaktives Arbeitswerkzeug, deren Anwendungen über die Funtion der herkömmlichen Willkommensmappe weit hinausgehen. Sie ist Nachschlagewerk, Arbeitsmappe und Visitenkarte zugleich. Alle relevanten Informationen für den Arbeitsantritt und den späteren Arbeits- und Ausbildungsalltag sind jederzeit schnell abrufbar. Bei eigenverantwortlicher Pflege durch die Auszubildenden bleiben die Infos und Rubriken stets relevant und auf dem neuesten Stand.

 Dieses einzigartige Projekt verschafft den Lehrlingen eine einmalige Chance, ganz praktisch, mit allen Sinnen und auf spielerische Art ihre Digital Skills zu entwickeln. Gleichzeitig üben sie sich in Soft Skills wie Problemlösung, systemisches und projektorientiertes Denken, Eigenverantwortung, Teamarbeit. Last but not least lernen sie ganz „nebenbei“ auch ihr Unternehmen kennen, was einen sofortigen Nutzen abwirft und die Identifizierung mit „ihrer“ Firma stärkt.

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